Lofoten – Auf der Suche nach Aurora Borealis (1/2)

Lofoten – so heißt die Inselgruppe im Westen Norwegens, die eine atemberaubende, fast unangetastete Natur bietet. Das Norwegen bei seiner Größe nur 5 Millionen Einwohner hat zeigt schon, dass das Land nur spärlich besiedelt ist. Das die Lofoten gerade mal 24.000 Einwohner haben scheint noch beeindruckender. Wer auf der Suche nach Idylle und Ruhe ist, ist hier Sommer wie Winter genau richtig.
Doch wir haben uns aus einem anderen Grund auf zum nördlichen Polarkreis gemacht: Aurora Borealis, später dazu mehr.

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Der Trip startete schon höchst amüsant: Am Check-In wurde ich gebeten, wie üblich den Ausweis vorzuzeigen, da Norwegen im Schengen-Raum liegt, braucht man keinen Reisepass.. Also Portemonnaie auf und Ausweis raus – ähh, ne. Wo ist das Ding? Er war unauffindbar. Ich hatte jetzt zwei Möglichkeiten
(1) In Panik verfallen, weil der Ausweis weg ist
(2) Cool bleiben.
Ich entschied mich für Variante 2 und legte selbstbewusst zeitgleich mit dem Ticket meinen Führerschein vor. Die Frau am Schalter überflog Ticket und Dokument nur kurz, da sie etwas im Stress war. Nochmal Glück gehabt. :)
Auch die Flugverspätung mit Verpassen des Anschlussfluges konnte uns nicht aufhalten und so landeten wir 4h später als geplant am Airport Harstad/Narvik, nur noch 3 Stunden Autofahrt und mein Fotobro Steve und ich kamen endlich an.

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Unsere Unterkunft in Ballstad hatten wir via Airbnb gebucht. Raymond war ein super Host, klare Empfehlung.

Am nächsten Morgen machten wir uns mit dem Mietwagen auf zum Hauklandstranda. Die Landschaft ist schon sehr beeindruckend. Hier die Eindrücke vom Tag.

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Nicht jedem war kalt.

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Überall Tiefschnee – ein falscher Tritt und man steckt 40cm im Schnee. :)IMG_8314IMG_8345IMG_8392IMG_8525

Es wurde Abend und dann war es endlich soweit, ich hatte die Nordlichter am Vorabend schon sehr sehr schwach sehen können, doch dieser Abend war unglaublich. Ein bisschen kann man das Auftauchen der Nordlichter mit einem Regenschauer vergleichen, erst ist der Himmel ganz dunkel und plötzlich fängt es an zu grünlich zu schimmern. Mit dem bloßen Auge fast nicht zu sehen. Doch dann nahm die Intensität zu und es startete ein wahrer Lichtsturm. Grüne, teils rötlich und lila Farbbänder am Himmel. Alles flackert und ist hell. Dieses Naturschauspiel ist einfach unglaublich. Auch wenn ich schon viele Bilder und Dokus über Nordlichter gesehen hatte. Der Moment war einfach überwältigend.

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Heute stand eine Berg-Wanderung an. Also machten wir uns auf um den Ryten zu bezwingen. Auf dem Weg dahin haben wir an einem der vielen Holzgerüste haltgemacht, wo Stockfische getrocknet werden.IMG_8624IMG_8781

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Den Aufstieg bestritten wir ohne Schneeschuhe, was rückwirkend betrachtet nicht ganz clever war. Es gibt zwar hin und wieder kleine Trampelpfade auf dem Weg zur Bergspitze, doch 70% des Weges sah so aus: Du machst einen Schritt, sackst 30cm im Schnee ein, dann den nächsten Schritt, sackst wieder ein und immer so weiter. Kombiniert mit einer extremen Steigung war das ziemlich anstrengend. Doch der Ausblick am Ende entschädigt für Alles.

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Wir wollten unbedingt auch den Sonnenaufgang fotografieren und so fuhren wir 5:00 Uhr nach Reine. Die kleine Stadt ist zwar nur 40km entfernt, doch auf den kleinen Straßen mit Tempolimit 80 kommt man nur schleppend voran. Schneller sollte man auch nicht fahren, denn bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung von 20km/h droht bereits ein Bußgeld von >1000€.

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Die Stadt Reine ist vorallem bekannt für den gleichnamigen Berg, den Reinebringen, die anspruchvollste Besteigungen auf den Lofoten. Da mussten wir hoch! Mehr dazu im nächsten Teil. :)IMG_9243

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